Kritik an der Tafel der Demokratie

Eine Veranstaltung wie die Tafel der Demokratie hat natürlich nicht nur Anhänger, sondern ruft auch Kritik hervor.

Die bekannteste Kritik kommt vom Publizisten Henryk M. Broder, dieser meinte angesichts umfangreicher repräsentativ-demokratischer Strukturen erkenne er

in der Idee, dass Bürger ihre Besorgnisse und Anliegen im Rahmen eines Essens vortragen sollten, nichts anderes als „feudales Gehabe“ eines Landesvaters.

Henryk M. Broder
Henryk M. Broder Quelle: Wikipedia

Berechtigte Kritik an der Tafel der Demokratie?

Broder ist für seine beißenden Kritiken bekannt. Allzu oft hat er aber nach Meinung vieler im Kern seiner Aussagen Recht.

Auch in diesem Fall mutet es ziemlich mittelalterlich an, das der oberste Landesherr sein Volk zum Festmahl einlädt, um sich seine Zukunftswünsche, Sorgen und Nöte anzuhören.

Der Autor dieser Zeilen hat eine ähnliche Meinung. Ist eine solche Veranstaltung wie die Tafel der Demokratie nicht ein Indiz dafür, daß sich die Politik sehr weit vom Volk entfernt hat?

Sollten Politiker oder Repräsentanten des Volkes wie der Bundespräsident, nicht ständig das Ohr beim Willen der Bevölkerung haben?

Kritik weiterer Verbände

Die Arbeitsgemeinschaft Soziales Berlin demonstrierte auf ihre eigene Weise gegen die Veranstaltung. Sie organisierte eine Tafel der Habenichtse als Gegenveranstaltung und wies so ironisch auf eine Vertafelung der Gesellschaft hin.

Eine Kritik daran, das immer mehr Menschen auf die Tafel angewiesen sind und deshalb die Notwendigkeit besteht, die Hartz-IV-Regelsätze zu erhöhen.

 

 

 

 

 

 

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